Margarete Graetz geb. Dombrower

Verlegeort
Belziger Str. 39
Bezirk/Ortsteil
Schöneberg
Verlegedatum
26. März 2010
Geboren
22. Juni 1904
Beruf
Krankenschwester
Deportation
am 10. September 1943 nach Theresienstadt
Überlebt
  • Stolperstein für Margarete Graetz. Copyright: MTS
    Stolperstein für Margarete Graetz. Copyright: MTS

    Stolperstein für Margarete Graetz. Copyright: MTS

Margarete Graetz, geb. Dombrower, wurde am 22. Juni 1904 in Exin/Posen (heute Kcynia/Polen) geboren. <br />
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Sie arbeitete als Krankenschwester und lebte zusammen mit ihrem Mann in Berlin-Schöneberg in der Belziger Straße 39 als Untermieterin in der Wohnung von Richard London (1883–1963), einem jüdischen Musiker, der die Zeit des Nationalsozialismus überlebte, weil er mit seiner Frau Martha eine sogenannte Mischehe führte. Die Wohnung London hatte zwei Zimmer und lag im Vorderhaus. <br />
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Margarete Graetz ließ sich aus nicht bekannten Gründen von ihrem „arischen“ Mann scheiden, obwohl die Ehe mit ihm einen Schutz für sie bedeutet hätte.<br />
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Vermutlich war sie in den 1940er Jahren zur Zwangsarbeit verpflichtet.<br />
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Es wird angenommen, dass sie am 10. September 1943 mit dem 96. Alterstransport nach Theresienstadt deportiert wurde. Wie durch ein Wunder überlebte sie das Ghetto und wurde im April 1945 befreit. <br />
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Margarete Graetz emigrierte in die USA.

Margarete Graetz, geb. Dombrower, wurde am 22. Juni 1904 in Exin/Posen (heute Kcynia/Polen) geboren.

Sie arbeitete als Krankenschwester und lebte zusammen mit ihrem Mann in Berlin-Schöneberg in der Belziger Straße 39 als Untermieterin in der Wohnung von Richard London (1883–1963), einem jüdischen Musiker, der die Zeit des Nationalsozialismus überlebte, weil er mit seiner Frau Martha eine sogenannte Mischehe führte. Die Wohnung London hatte zwei Zimmer und lag im Vorderhaus.

Margarete Graetz ließ sich aus nicht bekannten Gründen von ihrem „arischen“ Mann scheiden, obwohl die Ehe mit ihm einen Schutz für sie bedeutet hätte.

Vermutlich war sie in den 1940er Jahren zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Es wird angenommen, dass sie am 10. September 1943 mit dem 96. Alterstransport nach Theresienstadt deportiert wurde. Wie durch ein Wunder überlebte sie das Ghetto und wurde im April 1945 befreit.

Margarete Graetz emigrierte in die USA.