Willi Hirschbaum

Verlegeort
Belziger Str. 39
Bezirk/Ortsteil
Schöneberg
Verlegedatum
26. März 2010
Geboren
10. September 1877
Zwangsarbeit
Arbeiter (Siemens)
Deportation
am 27. Mai 1942 nach Sachsenhausen
Ermordet
28. Mai 1942 in Sachsenhausen
  • Stolperstein für Willi Hirschbaum. Copyright: MTS
    Stolperstein für Willi Hirschbaum. Copyright: MTS

    Stolperstein für Willi Hirschbaum. Copyright: MTS

Willi Hirschbaum kam am 10. September 1877 in Kaseburg/Pommern (heute Karsibór/Polen) zur Welt.<br />
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Zur Zeit der Volkszählung 1939 lebte er in der Wilhelmsaue 134 in Berlin-Wilmersdorf. Später hatte er eine Wohnung in der Belziger Straße 39 in Berlin-Schöneberg bezogen, vermutlich mit seiner Ehefrau, der Zahnärztin Jette Hirschbaum-Stupel (*1888), die am 16. Juli 1942 im Jüdischen Krankenhaus verstarb. <br />
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Zuletzt war er bei Siemens als Arbeiter beschäftigt und dort möglicherweise in der Herbert-Baum-Gruppe politisch aktiv. Die Herbert-Baum-Gruppe verübte am 18. Mai 1942 einen Brandanschlag auf die antikommunistische Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies“ am Berliner Lustgarten. Im Verlauf einer am 28. und 29. Mai 1942 durchgeführten „Vergeltungsaktion“ gegen Juden, die mit diesem Anschlag in Verbindung gebracht wird, ist auch Willi Hirschbaum verhaftet und nach Sachsenhausen gebracht worden. Die genauen Umstände seiner Verhaftung sind nicht mehr zu ermitteln. Sicher ist, dass Willi Hirschbaum einen Tag nach seiner Ankunft dort erschossen wurde.

Willi Hirschbaum kam am 10. September 1877 in Kaseburg/Pommern (heute Karsibór/Polen) zur Welt.

Zur Zeit der Volkszählung 1939 lebte er in der Wilhelmsaue 134 in Berlin-Wilmersdorf. Später hatte er eine Wohnung in der Belziger Straße 39 in Berlin-Schöneberg bezogen, vermutlich mit seiner Ehefrau, der Zahnärztin Jette Hirschbaum-Stupel (*1888), die am 16. Juli 1942 im Jüdischen Krankenhaus verstarb.

Zuletzt war er bei Siemens als Arbeiter beschäftigt und dort möglicherweise in der Herbert-Baum-Gruppe politisch aktiv. Die Herbert-Baum-Gruppe verübte am 18. Mai 1942 einen Brandanschlag auf die antikommunistische Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies“ am Berliner Lustgarten. Im Verlauf einer am 28. und 29. Mai 1942 durchgeführten „Vergeltungsaktion“ gegen Juden, die mit diesem Anschlag in Verbindung gebracht wird, ist auch Willi Hirschbaum verhaftet und nach Sachsenhausen gebracht worden. Die genauen Umstände seiner Verhaftung sind nicht mehr zu ermitteln. Sicher ist, dass Willi Hirschbaum einen Tag nach seiner Ankunft dort erschossen wurde.