Ida Benjamin geb. Grünfeld

Verlegeort
Giesebrechtstr. 12
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Verlegedatum
01. April 2014
Geboren
05. Oktober 1873
Deportation
am 09. Juni 1943 nach Theresienstadt
Ermordet
11. Juli 1943 in Theresienstadt
  • Ida Benjamin © OTFW
    Ida Benjamin © OTFW

    Ida Benjamin © OTFW

Ida Benjamin geb. Grünfeld wurde am 5. Oktober 1873 in Kattowitz (Katowice) in Schlesien geboren. Sie war die Schwester der Architekten Hugo und Max Grünfeld und gehörte zur Familie eines Erzimporteurs. Verheiratet war sie seit 1901 mit dem Industriellen Felix Benjamin und zog mit ihm nach Berlin um. Als ihr Beruf wurde „Haushalt“ angegeben. <br />
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Anfang der 1940er Jahre erkrankte sie und versuchte in Wölfelsgrund in Schlesien, vermutlich bei Verwandten, Unterschlupf zu finden, musste dann aber nach Breslau in ein Krankenhaus. Dort wurde sie von der Gestapo aufgetan, verhaftet und deportiert.<br />
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Etwas später als ihr Mann aus Berlin kam sie am 9. Juni 1943 von Breslau ins Ghetto Theresienstadt. Sie sah ihn allerdings nicht mehr, denn zu dieser Zeit war er schon tot. Drei Monate nach ihm und vier Wochen nach ihrer Ankunft ist sie in Theresienstadt am 11. Juli 1943 mit 69 Jahren ums Leben gekommen. Auf dem Totenschein <a href=http://www2.holocaust.cz/de/docume…; wurde vermerkt, sie sei nach einem Schlaganfall in Schwermut („Melancholie“) verfallen, was vermutlich durch die Umstände der Verfolgung verursacht war.

Ida Benjamin geb. Grünfeld wurde am 5. Oktober 1873 in Kattowitz (Katowice) in Schlesien geboren. Sie war die Schwester der Architekten Hugo und Max Grünfeld und gehörte zur Familie eines Erzimporteurs. Verheiratet war sie seit 1901 mit dem Industriellen Felix Benjamin und zog mit ihm nach Berlin um. Als ihr Beruf wurde „Haushalt“ angegeben.

Anfang der 1940er Jahre erkrankte sie und versuchte in Wölfelsgrund in Schlesien, vermutlich bei Verwandten, Unterschlupf zu finden, musste dann aber nach Breslau in ein Krankenhaus. Dort wurde sie von der Gestapo aufgetan, verhaftet und deportiert.

Etwas später als ihr Mann aus Berlin kam sie am 9. Juni 1943 von Breslau ins Ghetto Theresienstadt. Sie sah ihn allerdings nicht mehr, denn zu dieser Zeit war er schon tot. Drei Monate nach ihm und vier Wochen nach ihrer Ankunft ist sie in Theresienstadt am 11. Juli 1943 mit 69 Jahren ums Leben gekommen. Auf dem Totenschein http://www2.holocaust.cz/de/documen... wurde vermerkt, sie sei nach einem Schlaganfall in Schwermut („Melancholie“) verfallen, was vermutlich durch die Umstände der Verfolgung verursacht war.