Ulrich von Hassell

Location 
Wilhelmstr. 92
District
Mitte
Stone was laid
2021
Born
1881
Occupation
Jurist
Verhaftet
1944 in Berlin
Excecuted
1944 in Berlin-Plötzensee
  • Stolperstein für Ulrich von Hassell © OTFW
    Stolperstein für Ulrich von Hassell © OTFW

    Stolperstein für Ulrich von Hassell © OTFW

  • Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

Der Jurist Ulrich von Hassell, geboren am 12. November 1881, beginnt seine diplomatische Laufbahn 1909. Nach dem Ersten Weltkrieg wird er an Botschaften in verschiedenen europäischen Staaten versetzt und leitet seit 1932 die deutsche Botschaft in Rom. Er ist mit Ilse von Tirpitz verheiratet, mit der er zwei Töchter und zwei Söhne hat. Von Anbeginn ist er entschiedener Kritiker von Hitlers Außenpolitik, weil er sicher ist, dass sie zum Krieg führt. Nach der Blomberg-Fritsch-Krise und der Ablösung des Außenministers Neurath durch von Ribbentrop wird Ulrich von Hassell am 17. Februar 1938 in den Wartestand versetzt. Nach Kriegsbeginn nutzt er seine internationalen Verbindungen zu mehrfachen Gesprächen mit Vertretern Englands und der USA. Er hofft nach einem gelungenen Staatsstreich auf einen baldigen Friedensschluss mit den westlichen Kriegsmächten. Gleichzeitig beteiligt er sich an der Beratung der innenpolitischen Umsturzpläne von Carl Goerdeler, Ludwig Beck und Johannes Popitz. Nach einem gelungenen Umsturz soll er Außenminister werden. Am 28. Juli 1944 nimmt ihn die Gestapo fest. Nach zweitägiger Verhandlung vor dem Volksgerichtshof wird er am 8. September 1944 zum Tode verurteilt und am selben Tage in Berlin-Plötzensee ermordet.

Der Jurist Ulrich von Hassell, geboren am 12. November 1881, beginnt seine diplomatische Laufbahn 1909. Nach dem Ersten Weltkrieg wird er an Botschaften in verschiedenen europäischen Staaten versetzt und leitet seit 1932 die deutsche Botschaft in Rom. Er ist mit Ilse von Tirpitz verheiratet, mit der er zwei Töchter und zwei Söhne hat. Von Anbeginn ist er entschiedener Kritiker von Hitlers Außenpolitik, weil er sicher ist, dass sie zum Krieg führt. Nach der Blomberg-Fritsch-Krise und der Ablösung des Außenministers Neurath durch von Ribbentrop wird Ulrich von Hassell am 17. Februar 1938 in den Wartestand versetzt. Nach Kriegsbeginn nutzt er seine internationalen Verbindungen zu mehrfachen Gesprächen mit Vertretern Englands und der USA. Er hofft nach einem gelungenen Staatsstreich auf einen baldigen Friedensschluss mit den westlichen Kriegsmächten. Gleichzeitig beteiligt er sich an der Beratung der innenpolitischen Umsturzpläne von Carl Goerdeler, Ludwig Beck und Johannes Popitz. Nach einem gelungenen Umsturz soll er Außenminister werden. Am 28. Juli 1944 nimmt ihn die Gestapo fest. Nach zweitägiger Verhandlung vor dem Volksgerichtshof wird er am 8. September 1944 zum Tode verurteilt und am selben Tage in Berlin-Plötzensee ermordet.