Heinrich Wolff

Verlegeort
Wilhelmstr. 92
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
09. November 2021
Geboren
18. November 1881
Beruf
Jurist
Überlebt
  • Stolperstein für Heinrich Wolff © OTFW
    Stolperstein für Heinrich Wolff © OTFW

    Stolperstein für Heinrich Wolff © OTFW

  • Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

Heinrich Wolff wurde am 18. November 1881 in Berlin geboren. Seine Eltern waren der Geheime Baurat und Professor an der TH Charlottenburg Fritz Wolff und Rose Wolff, geb. Schmidt. Er besuchte das Falk-Gymnasium in Berlin und machte im März 1902 sein Abitur. Anschließend studierte er ebenfalls in Berlin Jura. Am 19. März 1912 wurde er in den Auswärtigen Dienst einberufen. Zunächst arbeitete er in den Abteilungen für Recht und für Handelspolitik, außerdem an den Generalkonsulaten in London und Genua sowie im Konsulat in Lemberg. <br />
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Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs heiratete er im Dezember 1918 Ilse Tiktin. Ihr Sohn Georg wurde am 1. November 1919 geboren. Wolff war in dieser Zeit Mitglied der deutschen Waffenstillstandskommission in Spa und wechselte 1920 kurzzeitig kommissarisch ins Reichsfinanzministerium. Nach seiner Rückkehr ins Auswärtige Amt wurde er u. a. zum kommissarischen Leiter der Konsulate in Palermo und Neapel berufen. <br />
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Als er Generalkonsul in Jerusalem war, wurde er von den Nationalsozialisten am 31. Juli 1935 in den einstweiligen, am 13. April in den endgültigen Ruhestand versetzt, da er selbst und seine Ehefrau jüdische Vorfahren hatten. Danach verliert sich die Spur der Eheleute Wolff. Überliefert ist, dass Heinrich Wolff am 7. Februar 1946 in Berlin starb.

Heinrich Wolff wurde am 18. November 1881 in Berlin geboren. Seine Eltern waren der Geheime Baurat und Professor an der TH Charlottenburg Fritz Wolff und Rose Wolff, geb. Schmidt. Er besuchte das Falk-Gymnasium in Berlin und machte im März 1902 sein Abitur. Anschließend studierte er ebenfalls in Berlin Jura. Am 19. März 1912 wurde er in den Auswärtigen Dienst einberufen. Zunächst arbeitete er in den Abteilungen für Recht und für Handelspolitik, außerdem an den Generalkonsulaten in London und Genua sowie im Konsulat in Lemberg.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs heiratete er im Dezember 1918 Ilse Tiktin. Ihr Sohn Georg wurde am 1. November 1919 geboren. Wolff war in dieser Zeit Mitglied der deutschen Waffenstillstandskommission in Spa und wechselte 1920 kurzzeitig kommissarisch ins Reichsfinanzministerium. Nach seiner Rückkehr ins Auswärtige Amt wurde er u. a. zum kommissarischen Leiter der Konsulate in Palermo und Neapel berufen.

Als er Generalkonsul in Jerusalem war, wurde er von den Nationalsozialisten am 31. Juli 1935 in den einstweiligen, am 13. April in den endgültigen Ruhestand versetzt, da er selbst und seine Ehefrau jüdische Vorfahren hatten. Danach verliert sich die Spur der Eheleute Wolff. Überliefert ist, dass Heinrich Wolff am 7. Februar 1946 in Berlin starb.