Dr. Hermann Meyer-Rodehüser

Verlegeort
Wilhelmstr. 92
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
09. November 2021
Geboren
01. April 1883
Beruf
Diplomat
Tot
09. Dezember 1943 in Bonn
  • Stolperstein für Hermann Meyer-Rodehüser © OTFW
    Stolperstein für Hermann Meyer-Rodehüser © OTFW

    Stolperstein für Hermann Meyer-Rodehüser © OTFW

  • Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

Hermann Meyer-Rodehüser wurde am 1. April 1883 als Hermann Meyer in Soest geboren. Seine Eltern waren der Eisenbahnbeamte Johannes Meyer und Elisabeth Meyer, geb. Rodehüser. Er besuchte ein Gymnasium in Paderborn und machte 1902 Abitur. Anschließend studierte er an der Philosophisch-Theologischen Akademie Paderborn sowie den Universitäten München, Münster und Berlin Philosophie, Theologie und Jura. Im April 1907 wurde er zum Dr. phil. promoviert, bevor er im November in den preußischen Archivdienst eintrat. <br />
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Während des Ersten Weltkrieges leistete Hermann Meyer Militärdienst. Im Anschluss war er von Dezember 1918 an kommissarisch beim Auswärtigen Amt tätig, obwohl er bis Anfang September 1919 im preußischen Archivdienst beschäftigt war. Danach arbeitete er fest beim Auswärtigen Amt, unter anderem an der Botschaft in Rom und als Generalkonsul in Marseille. Ab 3. März 1926 führte er den Familiennamen Meyer-Rodehüser. Im Juni 1927 heiratete er Elisabeth Huesker. <br />
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Am 31. Juli 1937 wurde er von den Nationalsozialisten zwangsweise in den einstweiligen, am 13. April 1937 dann in den endgültigen Ruhestand versetzt, da er jüdische Vorfahren hatte. Anschließend fand er eine Anstellung am Reichsinstitut für ältere deutsche Geschichtskunde. Er starb am 9. Dezember 1943 in Bonn.

Hermann Meyer-Rodehüser wurde am 1. April 1883 als Hermann Meyer in Soest geboren. Seine Eltern waren der Eisenbahnbeamte Johannes Meyer und Elisabeth Meyer, geb. Rodehüser. Er besuchte ein Gymnasium in Paderborn und machte 1902 Abitur. Anschließend studierte er an der Philosophisch-Theologischen Akademie Paderborn sowie den Universitäten München, Münster und Berlin Philosophie, Theologie und Jura. Im April 1907 wurde er zum Dr. phil. promoviert, bevor er im November in den preußischen Archivdienst eintrat.

Während des Ersten Weltkrieges leistete Hermann Meyer Militärdienst. Im Anschluss war er von Dezember 1918 an kommissarisch beim Auswärtigen Amt tätig, obwohl er bis Anfang September 1919 im preußischen Archivdienst beschäftigt war. Danach arbeitete er fest beim Auswärtigen Amt, unter anderem an der Botschaft in Rom und als Generalkonsul in Marseille. Ab 3. März 1926 führte er den Familiennamen Meyer-Rodehüser. Im Juni 1927 heiratete er Elisabeth Huesker.

Am 31. Juli 1937 wurde er von den Nationalsozialisten zwangsweise in den einstweiligen, am 13. April 1937 dann in den endgültigen Ruhestand versetzt, da er jüdische Vorfahren hatte. Anschließend fand er eine Anstellung am Reichsinstitut für ältere deutsche Geschichtskunde. Er starb am 9. Dezember 1943 in Bonn.